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Romfahrt der Messdiener aus dem Dekanat Delmenhorst

Ein Bericht über die diesjährige Romfahrt der Messdiener aus dem Dekanat Delmenhorst


Delmenhorst, 13. Oktober 2008. In der üblichen Kälte eines Oktobers in Deutschland warteten ca. 50 Messdiener und ihre Betreuer vor dem Delfina auf die Ankunft des Reisebusses, der uns in Richtung Hamburger Flughafen bringen sollte. Ein letztes Foto wurde noch geschossen, die Eltern verabschiedet, dann ging es los. Mit unseren "Hundemarken" ausgestattet, starteten wir unsere Reise gen Rom. Was haben wir in diesem Moment wohl erwartet? Wir erinnern uns: Eine interessante Woche in der bezaubernden Hauptstadt Italiens? Eine aufregende Fahrt zu einer ganz anderen Seite der Welt, voller Sehenswür-digkeiten? Sieben Tage schmerzender Füße? Von allem traf etwas zu. Doch vor allem waren wir auf der Suche nach den Wurzeln unseres Glaubens, nach den Gründen unserer Traditionen und nach jenen Dingen, die er inspiriert hat. Noch während des Fluges, als wir über die schneebedeckten Gipfel der Alpen hinweg-schwebten, versuchten wir uns klar zu werden, was uns in den folgenden Tagen alles an Eindrücken vermittelt und Erfahrungen mitgegeben würden. Als wir schließlich den Ruck der Landung spürten, wurde uns klar: Wir sind in Rom. Wir sind hier. Nachdem mühselig jedes Gepäckstück wiedererlangt und alle Messdiener wie-der versammelt waren, machten wir uns schließlich auf den Weg zum Camping-platz Roma, auf der Via Aurelia, nur 3 km vom Vatikan entfernt. Nachdem wir uns bei kalter Cola von unserer acht Stunden langen Hinreise erholten und uns an die sommerlichen Temperaturen von um die 30° C gewöhnen konnten. Von hier aus starteten wir jeden Tag aufs neue das facettenreiche Abenteuer Rom per Bus, wobei wir die Erfahrung machten: Egal von welcher Station aus man fuhr, der Bus war immer voll. Mit einer großen Gruppe zu reisen, machte die Angelegenheit nicht leichter: War der Bus voll, lautete die Devise: Drängeln was das Zeug hält. Der zweite Romtag brachte uns die Innenstadt schon etwas näher. Die Straßen bis hin zur Via Di Porta Angelica waren gesäumt von Souvenierständen und Touristikläden, Reisegruppen und Stadtbewohnern. Einige Schritte zwischen den prächtigen Kolonnaden, deren 248 Säulen den gesamten Platz umschlossen, hin-durch erlaubte uns einen ersten Blick auf den Petersdom in all seiner Pracht. Und einen Blick auf die lange Schlange, die sich bereits am Vormittag bis zum Haupteingang erstreckte. Nachdem die Basilika bestaunt und alle Eindrücke erst einmal verdaut werden mussten, gönnte sich unsere Gruppe erst einmal das wohlverdiente Eis, das es nahe des Petersplatztes zu genießen gab. Doch unsere Rast dauerte nicht lange: Rom wartete auf uns. Also rafften wir uns auf und mar-schierten weiter in Richtung der Engelsburg, die in früheren Zeiten ein Kaiser-grab und später von verschiedenen Päpsten zur Burg umgebaut wurde. Über die Engelsbrücke passierten wir nun den Tiber zum Piazza Barberini, wo es nicht nur etliche Geschäfte zu durchstöbern, sondern auch den Fontana del Triton (Tritonbrunnen) und die Nationalgalerie zu bestaunen gab. Außerdem besichtig-ten wir das Pantheon, ein allen Göttern geweihtes Heiligtum und das am besten erhaltene seiner Art. Besonders beeindruckte es durch das Firmament der Kup-pel, in der sich eine kreisrunde Öffnung für das Sonnenlicht befindet. An zahl-reichen Römern vorbei, die Dank ihrer Verkleidung an die Zeit Cäsars erinner-ten, erreichten wir irgendwann la Fontana di Trevi (den Trevibrunnen), eine der beliebtesten Sehenswürdigkeiten Roms, der an Fellinis "La dolce Vita" denken lässt. Repräsentant für das Reich des Ozeans steht der Meeresgott Neptun stolz in der Mitte des barocken Brunnens, um den zahllose Menschen versammelt sind. Hier machten wir auch erste Bekanntschaften mit den vielen kleinen Quel-len, die Roms Bewohnern und seinen Gästen klares Wasser spenden. Kostenlos. Zurück am Petersplatz wurde nun der Dom selbst in Angriff genommen, genauer gesagt: Die Kuppel. Die Treppen schienen endlos, die Gänge wurden schmaler, die Beine immer müder. Doch alle Erschöpfung zahlte sich aus, als man endlich den wundervollen Ausblick im und außerhalb des Doms bewundern durfte. In-nerhalb der Kuppel wurde die Kathedrale von oben, sowie die Mosaike an den Wänden besichtigt, draußen wurde man von dem atemberaubenden Aussichten auf den Vatikan, den Petersplatz und über die Dächer Roms in den Bann gezo-gen. Heil wieder am Boden angekommen konnte nun in Ruhe auch der Rest des Petersdoms betrachtet werden, mit all seinen Gedenkstätten und Kunstwerken, wie z. B. Michelangelos "Pietà". Nach so vielen Eindrücken war ein tiefer Schlaf in dieser Nacht garantiert! Am Mittwoch lag ein Gefühl tiefer Gemeinschaft in der Luft, als wir nach lan-gem Anstehen endlich unsere Plätze am Petersdom einnehmen konnten, um der Papstaudienz beizuwohnen. Menschen aus aller Welt hatten sich versammelt um Papst Benedikt zu sehen und ihm zuzujubeln, sobald der Name der eigenen Ge-meinschaft gefallen und sie begrüßt worden waren. Nach diesem überwältigen-den Erlebnis gönnte man uns anhand von Freizeit eine kleine Pause, in der wir den naheliegenden Stadtteil etwas genauer unter die Lupe nahmen. Im Anschluss folgte die Besichtigung des deutschen Friedhofs im Vatikan, sowie eine Messe in der dazugehörigen Kapelle, in der unser lieber Kaplan Heiner Zudohme uns nun mit seiner gedankenvollen Predigt einfing. Am Nachmittag standen wir dann auf der Via del Corso, der wohl teuersten Einkaufsstraße Roms. Dort thront über dem Piazza di Spagna die Spanische Treppe, deren 173 Stufen mal konkav, mal konvex geschwungen oder einfach nur gerade sind. Nach einem Besuch im Hard Rock Café der Stadt machten wir uns auf den Weg zurück über den Peters-dom zu unserem Campingplatz. Den nächsten Tag starteten wir mit einer zweistündigen Zugfahrt nach Assisi, unserem heutigen Tagesziel. Die Stadt die auf einem Felsenrücken erbaut wor-den ist, bietet nicht nur Schönheit, sondern auch Tücke: Mit einem Bus die stei-len Straßen hinauf zu fahren mochte einfach sein, zu Fuß jedoch gerieten unsere Waden ganz schön ins Schwitzen. Unsere Hauptziele waren die Besichtigungen dreier Kirchen, der Santa Maria degli Angeli, der Santa Chiara, sowie der San Francesco, wo wir erneut einen Gottesdienst feiern durften. Im Anschluss an die Besichtigungen führte uns unser Hunger noch weiter die steilen Gassen hinauf in eine Pizzeria, in der wir ausspannen und unser Abendessen genießen konnten, ehe es mit dem Bus zurück zum Bahnhof, und von dort zurück nach Rom und schließlich in die Bungalows ging. Als am folgender Tag zum ersten Mal Regen einsetzte, stapften wir durch das kühle Nass, um einige weitere Kirchenbesichtigungen zu machen, unter anderem in der Santa Croce in Gerusalemme, in der Sankt Paul vor den Mauern und der San Clemente. Später erhaschten wir einen ersten Blick auf das Kolosseum, an dem wir auf unserer Tour vorbeikamen. Nach einiger Freizeit war auch für heute nur noch Zeit um zu Abend zu essen und unsere allabendliche Runde auf dem Camping-platz abzuhalten, bevor wir erschöpft in unsere Betten sanken. Am Samstag bahnten wir uns unseren Weg durch die Vatikanischen Museen hindurch, die so reich gefüllt mit Kunstwerken wie Gemälden und Skulpturen waren, dass viele Eindrücke an einem vorbeiflogen. Als wir endlich in die Sixti-nische Kapelle gelangt waren, war das Erstaunen erneut entfacht, denn diese wurde von einigen der berühmtesten Gemälden der Welt geschmückt: Michel-angelos "Gott und Adam", sein "Jüngstes Gericht", sowie Peruginos Geschichten aus den Leben Jesus und Moses. Gegen Nachmittag stand jeder aus der Gruppe vor einer eigenen Entscheidung: Ob er das Kolosseum oder lieber die Katakom-ben besichtigen wollte. Egal wofür wir uns entschieden hatten: Es war es wert gewesen. Sonntags stand noch ein wenig des Alten Roms auf dem Programm. Wir ver-sammelten uns am Konstantinbogen, spazierten am Forum Romanum entlang, beschauten das Kapitol mit seiner Lupa Capitolita, der säugenden Wölfin. Wir nahmen jeden verbleibenden Eindruck mit, den wir ergattern konnten, wie den Circus Maximus und den Ausblick auf den Petersdom vom nahegelegenen Berg aus. Jetzt lag nur noch eins vor uns: Die Fahrt nach Hause. Vom Flughafen aus stie-gen wir in unsere Maschine (die mit einer Stunde Verspätung ankam). Oben in der Luft wurde noch ein letzter verabschiedender Blick auf das im Dunkeln be-leuchtete Rom geworfen, bevor wir uns auf die Landung in Münster freuen und damit schon bald wieder in den eigenen Betten liegen konnten. Diese Reise hat uns tatsächlich einiges vermittelt: Erfahrungen und Eindrücke. Wir haben eine Gemeinschaft gebildet, Freundschaften geschlossen und Antwor-ten erhalten. Die Romfahrt war eine großartige Erfahrung, an die wir uns wahr-scheinlich immer erinnern werden.



letzte Änderung: Freitag, 4.April.2014, 08:13 - Kerstin

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