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Gemeinden
Abenteuer Australien - Weltjugentag

Ein Bericht vom Weltjugendtag in Sidney


Am 4.Juli hab ich mich mit 101 anderen mehr oder weniger Jugendlichen aus dem Oldenburger Land auf den Weg nach Australien zum Weltjugendtag (WJT) gemacht. Unser Flug führte uns zuerst nach Hongkong. Dort hatten wir ersten Kontakt mit anderen Jugendlichen. Bei typisch chinesischem Essen zeigten sie uns einen Teil ihrer Kultur. Nach einer Übernachtung und einer Stadtrundfahrt waren wir alle froh, dass uns in Australien ein europäischeres Klima erwartete (Sommer in Hongkong: 30°C und 80% Luftfeuchtigkeit und es hat überall nach Essen gerochen). Aber nicht nur das Klima war erfrischend (Winter in Melbourne: ca. 10°C), son-dern auch die Gastfreundschaft unserer drei Gastgemeinden nahe Melbourne. Wiederum nach einer Übernachtung in den Gastfamilien, die größtenteils Gast-großeltern waren, hat der BDKJ für uns zwei Sightseeing Tage an der Great O-cean Road geplant. Das war eine Reise wie Achterbahn fahren in einer Land-schaft wie aus dem Bilderbuch. Die Great Ocean Road schlängelt sich nämlich wirklich direkt an der Küste entlang und zum Glück sind ca. alle ¾ Stunden Aussichtspunkte an den verschiedenen Stränden mit besonderen Se-henswürdigkeiten eingebaut, damit unsere Mägen nicht überbeansprucht wur-den. So haben wir die berühmten 12 Apostel und die Londonbridge (beides Fel-sen) gesehen und wir haben uns im Wald auf die Suche nach Koalas begeben. Zurück in Melbourne haben dann die Tage in den Diözesen für uns begonnen und wir haben in einem Footballstadion den Eröffnungsgottesdienst gefeiert. In diesen Tagen haben wir die Kultur der Aborigines, zu welchen eine der drei Gemeinden gehörte, kennen gelernt, den Bezug der Australier zur Umwelt und wir haben am sozialen Tag in verschiedene soziale Einrichtungen der Umgebung geschnuppert. Unseren letzten Tag in Melbourne haben wir jeweils mit unseren Gastfamilien verbracht. Ich war, wie einige andere auch, mit meinen Gastgroßel-tern und meiner Mitbewohnerin im absolut genialen Melbourne Zoo. Dort haben wir uns schon mal die ersten Kängurus angeschaut. Am nächsten Morgen hieß es um 4 Uhr treffen am Bahnhof, wo wir mit Bussen unsere Reise nach Sydney weiterführten. Da allerdings unser Gepäck mit LKWs dorthin fuhr, mussten wir am Abend erfahren, dass es sich verfahren hatte und wir die erste Nacht in unserer Schule ohne Schlafsack und Isomatte auskommen mussten. Unsere Gastgemeinde hatte uns mit Decken und Pappkartons, Turn-matten und allem möglichen ausgestattet, was einem die Nacht erträglicher ma-chen könnte (Man mag es kaum glauben, aber wir lagen da in unserer Klasse wie andere unter einer Brücke…auch mal eine Erfahrung wert). Auch am nächsten Morgen konnten wir uns nur grob für den Tag vorbereiten mit Dingen, die wir uns aus „Sicherheitsgründen“ in unseren Tagesrucksack gepackt hatten (Zahn-bürste, Socken und frische Unterwäsche). Da merkt man wie es sich lohnt, auch mal mit dem Schlimmsten zu rechnen. Wie auch die nächsten zwei Tage begann der Tag mit einer Katechese zum WJT-Thema „Heiliger Geist“ die erste war aber dann auch gleich die beste. Sie wurden von deutschen Bischöfen gehalten, die kamen aus Würzburg, Münster und Erfurt. Dazu muss ich sagen, dass unse-rer mit Abstand am schlechtesten erzählt hat und überhaupt nicht auf unsere Fragen eingegangen ist. Der erste Tag in Sydney hieß natürlich: Sightseeing. Nach dem Opernhaus und ein bisschen Andenken-Shoppen haben wir uns wie Millionen andere Richtung Barangaroo aufgemacht. Auf diesem Riesengebiet am Hafen fand nämlich der Eröffnungsgottesdienst statt. Wir hatten miese Plätze und wollten eigentlich alle nur noch duschen, trotzdem haben wir bis zum Schlusslied ausgehalten. Der nächste Tag brachte gleich bessere Laune mit sich, da wir abends alle geduscht hatten (Übrigens in drei Duschen für 200 Leute). Zum Schlafen hatten wir wieder Schlafsack und Isomatten und unsere Gastge-meinde hatte uns zum Frühstück mit Pfannkuchen und Croissants versorgt. Dann ging es zum Papstempfang: Super Feld. Eine Freundin und ich haben ganz vorne einen aus unserer Gruppe gesehen und uns nach vorne geschummelt. Der Papst kam in seinem „Papa-mobil“ und wir standen in der zweiten Reihe, irre…danach sind wir auch mindestens 20 Kilo leichter gequetscht gewesen, aber egal. Es folgte der Kreuzweg am nächsten Tag und danach ging es auch schon über die Harbourbridge zum Randwick Racecourse (Pferderennbahn), wo am Abend die Vigil und am nächsten Morgen die große Abschlussmesse stattfanden. Leider konnten einige unserer Gruppe nicht daran teilnehmen, da sie aufgrund einer Grippe in einer Halle schlafen mussten. Und als ich dann am Abend gemerkt habe, dass es mir auch nicht so gut geht hab ich mir gedacht: „Egal, ich bin nicht in Australien um in einer blöden Lagerhalle zu schlafen und alles nur auf einer blöden Leinwand zu sehen.“ Also hab ich mich durchgeschlagen, meine Deutschlandfahne weltjugendtagsgerecht mit einem echten australischen Ju-gendlichen gegen eine Australische getauscht, festgestellt, dass es eine deutsche Bundeswehr-Pilgergruppe gibt, und mit Leuten aus sämtlichen Ländern „Zeltla-gerlieder“ gesungen (solche wo der Text keinen Sinn ergibt aber wo man mit-machen kann damit die auch jeder versteht). Die Vigil war ganz schön, mit vie-len Kerzen und immer wieder dem offiziellen WJT-Lied. Der Abschlussgottes-dienst allerdings was langweilig, voll mit komischer Opernmusik und so richtig „altbacksch“. Danach sind wir aber wieder fröhlich zu unserer Schule zurückge-pilgert bzw. erst zur Central Station (Bahnhof) und dann zurückgefahren. Nach dem Sachenpacken gab es von unserer Gemeinde ein riesiges BBQ mit einem Buffet von hier bis Meppen. Wir haben uns wieder, wie es sich auf WJT-Art gehört, mit einer BDKJ-Deutschlandfahne bedankt, auf der wir alle unterschrie-ben haben und, wer sich erinnert, mit den bunten Kreuzen die es 2005 in Clop-penburg gab. Die Frauen dort fanden die Kreuze sooo schön, dass sie uns aus Dankbarkeit dafür um den Hals gefallen sind. Ich glaube ein kleines Kind hat auch geheult weil es keines bekommen hat, die Mutter hat ihm nur Schokolade angeboten aber nicht ihr Kreuz. Aber leider hatten wir nicht mehr und zu erst haben unsere Lieblings-Omas welche bekommen. Nach dem Essen sind wir dann in die Busse gestiegen, diesmal mit unserem ganzen Gepäck und sind Rich-tung Norden nach Brisbane gefahren. Ab dort hieß es Sightseeing, deshalb fass ich mich nun etwas kurz. Am ersten Abend war für mich und vier andere zusammen mit einer unserer Leiterinnen das Hauptziel, einen Arzt zu finden. Irgendwann hat es auch geklappt und nach einer Nacht im Hostel und vielen bunten Tabletten ging es mir am nächsten Tag schon gleich besser. Da wir nun nur noch knapp eine Woche Zeit hatten um möglichst viel zu sehen, sind wir immer nur eine Nacht in einer Stadt geblieben. Und haben angefangen im Lemmington Nationalpark mit ein bisschen wandern durch den Dschungel und sind dann nach Surfers Paradise gefahren, wo einige von uns die nicht am kränkeln waren, schwimmen waren (obwohl wir zwei Pul-lies übereinander trugen, das Wasser hatte Badewannentemperatur). Der Rest war shoppen und die Stadt erkunden. Dann führte uns die Tour nach Birubi Beach, wo wir nur übernachtet haben. Denn am nächsten Tag haben wir noch die Blue Mountains besichtigt und waren im Featherdale Wildlife Park. Letzterer war zwar nicht annähernd so schön wie der Zoo in Melbourne aber wir haben dort Kängurus gestreichelt!! Es folgte der Abflug, 18 Stunden Aufenthalt im Flughafen in Hongkong und der letzte Flug nach Frankfurt von wo aus wir mit Bussen wieder Richtung Heimat fuhren, um von unseren Eltern im Empfang genommen zu werden.



letzte Änderung: Freitag, 4.April.2014, 08:13 - Kerstin

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